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Stand: 28.11.2024
Im Jahr 1988 bin ich damals im Alter von 25 Jahren zum Glauben an Jesus Christus gekommen. In einer Baptistengemeinde in Fredersdorf saugte ich fortan einiges an Bibelwissen auf. Wie viele andere Christen träumte auch ich davon, einmal zum Ursprung zu reisen, nach Israel und nach Jerusalem. Auch wenn die Juden vor 2000 Jahren Jesus gekreuzigt hatten, mit Billigung des römischen Statthalters Pilatus, und auch wenn das offizielle Israel Jesus als Messias bis heute ablehnt, so habe ich Israel immer mit besonderem Respekt betrachtet. Denn Jesus richtete seine Botschaft zu seinen Lebzeiten vor allem an sein Volk. U. a. deshalb ließ Pilatus auch die Aufschrift "König der Juden" an sein Kreuz schreiben. Der Ursprung des Christentums liegt praktisch im alttestamentlichen Israel. Im alten Testament finden Christen ihre geistlichen Urahnen.
Israel ist der Bibel nach das Volk aus den Nachkommen Isaaks, dem einen Sohn von Abraham. Die Konflikte, die es in Westasien bis heute in immer neuer Form gibt, gehen u. a. darauf zurück, dass Abraham vor Isaak den Sohn Ismael bekam, den er trotz oder wegen seines Erstgeburtsrecht verstieß. Aber das ist noch mal ein extra Thema.
Isaak bekam zwei Söhne: Esau und Jakob. Esau verkaufte Jakob sein Erstgeburtsrecht für Brot und einen Teller Linsen (1. Buch Mose Kapitel 25, Verse 29 bis 34). Esau haderte damit später. So wiederholte sich der Konflikt um das Erstgeburtsrecht bei den Enkeln Abrahams.
Alle Nachfahren Abrahams sind Semiten. Streng genommen richtet sich Antisemitismus gegen all diese Völker in Westasien. Antisemitismus nur gegen Juden gerichtet zu interpretieren ist nicht korrekt.
Jakob bekam nach einem nächtlichen Kampf, den er mit einer beschädigten Hüfte überlebt hat, den Namen Israel.
Jakob bekam zwölf Söhne: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Issaschar, Sebulon, Josef, Benjamin, Dan, Naftali, Gad und Asser. Sie sind laut altem Testament die Stammväter der zwölf Stämme Israels.
Das Volk wuchs laut 1. und 2. Buch Mose vor allem in Ägypten im 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Ab dem 2. Buch Mose wird der Auszug aus Ägypten beschrieben. Im Buch Josua die Ankunft in Kanaan, dem heutigen Palästina.
In diesem Land damals beiderseits des Jordan und bis zum Mittelmeer siedelte sich das Volk Israel an und bekam zuerst mit Richtern und später mit Königen erstmals eine Staatsform. Fast alle Stämme bekamen ein Stück des Landes, nur der Stamm Levi nicht. Die Leviten bekamen bereits beim Auszug aus Ägypten die Aufgabe, zwischen dem Volk und Gott zu kommunizieren. Damit sie auch ohne Land für ihren Dienst versorgt wurden, musste jeder den zehnten Teil seiner Ernten und Erlöse an die Leviten abgeben. Damit wurde der Vorläufersystem der Kirche geschaffen, denn diese Regelung wurde so von der christlichen Kirche übernommen.
Der Staat Israel existierte bis zum Tod von König Salomo. Die Söhne Salomos zerstritten sich und führten die Spaltung Israels in zwei Länder herbei: Dem Nord- und dem Südreich. Das Südreich wurde vom Stamm Juda dominiert, das Nordreich von den übrigen zehn Stämmen mit eigenem Land. Deshalb behielt das Nordreich den Namen Israel und das Südreich führte den Namen Juda entsprechend seinem Stammvater. Jerusalem lag im Land Juda. Die Leviten blieben auf Grund ihrer vorkirchlichen Struktur auf beide Länder verteilt.
Etwa im Jahr 722 vor unserer
Zeitrechnung wurde Samaria von den Assyrern erobert und in diesem Feldzug die
Israeliten vertrieben. Seitdem fehlt von ihnen fast jede Spur. Allerdings weisen
morderne DNA-Vergleiche darauf hin, dass ihre Nachfahren heute in ganz Westasien
leben. Einige Spuren führen sogar bis nach Südafrika.
Aber der Staat Israel hörte mit der Eroberung durch die Assyrer auf zu
existieren. Auch die Leviten wurden als Priester mit den 10 anderen Stämmen
zerstreut, und einige blieben bei dem Stamm Juda und teilten sein Schicksal in
den Jahrhunderten bis heute.
Der Staat Juda mit seiner Hauptstadt Jerusalem blieb unter Auflagen bestehen, bis auch dieses Land von den Babyloniern im Jahr 586 vor unserer Zeitrechnung erobert wurde. Die Juden kamen für knapp 70 Jahre in die Gefangenschaft nach Babylon.
Die bisherigen Ereignisse gelten als historisch gesichert. Aber was danach kam, wird bis heute verfälscht wiedergegeben, was mit den Namen beginnt.
Nach Ende der babylonischen
Gefangenschaft wurde Israel neu gegründet bis hin zum Bau eines neuen, des
zweiten Tempels.
Da aber Israel aus zwölf Stämmen bestand und seit der Vertreibung durch die
Assyrer offiziell nur noch die Juden und die Leviten übrig sind, müsste der
korrekte Staatsname Juda lauten, sowohl vor 2500 Jahren als auch
heute.
Israel hat vor 2700 Jahren aufgehört zu existieren. Entsprechend der althebräischen Schriften darf ein Staat den Namen Israel erst dann wieder führen, wenn alle seine zwölf Stämme nachweislich in seinem Land versammelt sind.
Damit war schon die von der UNO 1948 beschlossene Neugründung Israels in der Namensgebung fehlerhaft. Was wir heute zwischen Jordan und Mittelmeer haben, ist eine moderne Form des Staates Juda, auch wenn dieser Name nicht geführt wird.
Tatsächlich bekämpfen die Juden in Palästina die Nachfahren der übrigen zwölf Stämme Israels. Es ist in Wahrheit ein Bruderkrieg, der in dem Moment endet, wenn die Juden sich mit den übrigen Stämmen Israels in Palästina friedlich zum echten und vollständigen Israel wiedervereinigen.